-Fotos
von Herbert Rennings, Thomas Westrupp, Marco Reimann & Melli Remy - |
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Wir
schreiben Oktember 1999.
Das ganze Ruhrgebiet schlummert still vor sich...
Das ganze Ruhrgebiet? Nein!
Am Rande des Baldeneysees herrscht Aufbruchstimmerung -
es steht das
REVIVAL DES JAHRTAUSENDS
an, das am 23. und 24. Oktober auf der Waldbühne des
Jagdhauses Schellenberg stattfinden soll.
Und dieses Ereignis wird tatsächlich für die Nachwelt
festgehalten in einmalig stimmungsvollen Bildern
von den führenden Fotografen und /Innen unserer Epoche:
doch schauen sie selbst... |
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Noch ist der Ort des Geschehens
leer.
Die Tische sind gedeckt, das Bier in der Kühlung, die PA aufgebaut und der
Soundcheck gemacht. |
Es ist
die Ruhe vor dem Sturm. |
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Trotzdem gibt es einige wenige
Unverbesserliche (z.B. der Herr Bild links), die einfach nicht wahrhaben wollen, daß es
jetzt noch nichts zu trinken gibt. |
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Denn
bevor die Tore sich für das Publikum öffnen, muss ein jeder die Sperren passieren, seine
Eintrittskarte vorzeigen und sich den strengen Kontrollen des WhcMP-
Ordnerdienstes unterziehen. |

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WhcMP-
Ordner
dienst
der aller-
härtesten
Sorte
Einlasskontrollörin |

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Einige, über deren
Namen man an dieser Stelle besser den gütigen Mantel des Schweigens hüllen sollte,
können nicht an sich halten und stärken sich noch vor dem großen Ansturm an den
Köstlichkeiten, die Herr Schulz-Schmitz an diesen Tagen aus dem Keller hervorgezaubert
hat, z.B. Wildschweinragout und so... |
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...doch zurück zum
Ablauf: ohne besondere Vorkommnisse überwinden alte und neue Fans
sämtliche Hürden und nehmen in aller Stille ihre Plätze ein, um auch sich ersteinmal
der Speisekarte zu widmen, ein gepflegtes Stauder zu bestellen und sich mit den Nachbarn
bekannt zu machen.... |

Unser Publikum
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Die erste
Überraschung ist der bekannte Entertainer und Stimmungsmacher Gottlieb Wendehals, der mit
dem Auditorium einen Applaus-Schnellkurs durchzieht, |

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aber brutal
unterbrochen wird von einem "sehr netten" Herrn von der DEKRA (?) [Bild rechts] |
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Dieser
führt eine Prüfung der "befüllten Versammlungsstätte" durch, testet die
Dichtigkeit des Bodens, gibt schlaue Tips zur Luftverbesserung, erzählt von seinem
Toilettentest, unterhält sich mit Herrn Schulz und verzögert auf ungehörige Art &
Weise den Beginn der Veranstaltung - aber dann geht es doch endlich los... |
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...wobei mancher zu
diesem Zeitpunkt sich garnicht so sicher ist, daß das alles gut gehen kann,
und ob der körperliche Zustand der Künstler einen solchen Akt, zudem noch an 2
aufeinanderfolgenden Tagen....?? |
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Während der
Merchadiser verzweifelt versucht, seine Ladenhüter vor dem Zelt an die Frau/den Mann zu
bringen, |
fängt es drinnen an zu swingen:
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...6 bär(t)ige
boys (in friedhofsblond) pumpen aus dem Musikbrunnen, was sich Feines dort gesammelt hat. |

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Tom & Mick |
Heri & the Lümpf |
Arnold |
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Rolf
L. (Klavierspieler aus D.) bemerkt in einem Nebensatz:
Wenn Woodstock auch so gut war, dann war
Woodstock wirklich ganz große Klasse ! |
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| Walter & Thomas |
Es wird
verdammt heiß her drinnen... |
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auch Hildegard K. aus
B. (102)
schwitzt... |
...die Jungs lassen
Dampf ab... |
...und diePointer
Brothers suchen die Noten! |
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Das
"Volk" klatscht, schunkelt,trampelt, brüllt, lacht, grölt die alten Hits mit
und ist an diesen Tagen (glaubt man den "gewöhnlich gut ihr wisst schon-
Kreisen") happy... |
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...und
stachelt mit teilweise "standing ovations" diese "alten Männer auf der
Bühne" (Originalton einer ca. 70 jährigen Dame, die neugierig durchs
Eingangsfenster guckt, um zu sehen, was da für eine Post abgeht) zu immer neuen
Höchstleistungen an, die bereitwilligst geliefert werden. |
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10
Jahre pumpenlose Zeit werden enfach ausgelöscht: die Gags zwischen den Stücken sind
wieder da... |
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| Bru Slow singt wie in
seinen schlechtesten Tagen... |
...und
die Chöre klingen in gewohnt zeitloser Art und Weise, ebenso wie die alten geputzten
Instrumente. |
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| Das Zelt
bebt, |
die Wüste lebt |
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| und nach
4 (in Worten: vier!) Stunden fällt dann der letzte Ton von der Bühne auf ein Publikum,
das durch die Bänke begeistert ist. |
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| Wir
packen ein - wenn auch ein paar Fans das nicht wahrhaben wollen und immer noch eine Zugabe
fordern. |
H. Albertsmeier von
"New Noise" freut sich, dass er es hinter sich hat. |
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| Zwei Schlagwerker
(Andreas Küster & Wolfgang Klasmeier) schwelgen in Erinnerungen... |
...und
die fleißigen Helfer bekommen ihren Hungerlohn ausgezahlt! |
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| Was
(siehe oben) gut begann, endet in einer Art & Weise, wie wir - die Musiker der Walter
h.c. Meier Pumpe- es uns in unseren kühnsten Träumen nicht erhofft haben: in
einem riesigen Erfolg. Deshalb sagen wir an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank:
- unseren Frauen für die Zeit, die sie uns ließen
- Hannes Schmitz und seinem gesamten Team
für das wunderschöne "Drum & Dran"
- den vielen fleißigen Händen,
die uns mitgeholfen haben
- der Fa. New Noise für den "Supersound"
und last, but not least
unserem hochverehrten Publikum
DANKE
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